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Dr. Ulrich Freiesleben

Sehr geehrte Kunden und Interessenten von DIAMONDAS,

Wir bedauern sehr, dass wir Ihnen im Moment keine Bestellmöglichkeiten in unserem Online-Shop anbieten können und bitten Sie um Ihr Verständnis dafür.

Im Folgenden darf ich Ihnen dazu die uns häufig gestellten Fragen beantworten. Bitte beachten Sie auch die unten angehängten E-Mails zur aktuellen Lage, die wir am 23. April und 7. Mai 2020 verschickt haben, sowie unseren Marktbericht Juli 2020.

1. Warum ist aktuell keine Online-Bestellung mehr möglich?

Aufgrund der hohen Nachfrage können wir Ihnen im Moment leider keine termingerechte Belieferung zusichern. Der Grund dafür ist, dass wir ausverkauft sind und neue Diamanten aktuell nicht geliefert werden können. Weil wir noch keine Lieferdaten nennen können, wollen wir unseren Kunden auch nicht zumuten, uns jetzt schon Geld zu schicken.

2. Sind Diamanten so knapp geworden?

Nein, das ist nicht wirklich der Grund, obwohl Diamanten in den von uns angebotenen speziellen Größen und besten Qualitäten nur sehr begrenzt verfügbar sind. Das gilt insbesondere für die höchste Farbe „D“. Unser Problem ist weniger die Beschaffung als vielmehr der internationale Werttransport

3. Was sind die Ursachen für die Lieferschwierigkeiten?

Aufgrund unserer über 30jährigen Erfahrung kaufen wir nur direkt bei den besten Schleifereien der Welt. Diese befinden sich in erster Linie in Asien, vor allem in Indien. Von dort werden sie im Normalfall mit Lufttransporten in Passagierflugzeugen nach Europa gebracht. Da derzeit kaum noch Flugzeuge fliegen und der indische Staat jegliche Aktivitäten heruntergefahren hat (viel gravierender als bei uns hier), ist die komplette Wertlogistik zusammengebrochen.

4. Wann können Sie wieder liefern?

Das wird wesentlich davon abhängen, wann in Indien der Zoll wieder arbeitet und Flugzeuge nach Europa starten und dann auch hier wieder landen dürfen. Im Augenblick gibt es noch nicht einmal eine stabile Wertlogistik von unserer Firma in Antwerpen zu unserem deutschen Unternehmen.
Wir haben bei unseren langjährigen Lieferanten bereits in großem Umfang neue Diamanten disponiert und auch schon Zahlungen geleistet.

5. Was bedeutet das für die Diamantpreise?

Wir rechnen nicht mit sprunghaft ansteigenden Preise, wie z.B. bei Edelmetallen. Der hohen Nachfrage nach Diamanten zur Wertanlage stehen geschlossene Juweliergeschäfte in allen wichtigen Absatzmärkten in Asien und Amerika gegenüber. Von Preiskorrekturen und begrenzten Verfügbarkeiten ist aber auszugehen.
Wir dürfen Ihnen versichern, dass wir diese Krisensituation nicht dazu nutzen werden. unsere Kalkulationen zu erhöhen!

6. Kann ich trotzdem noch eine Bestellung aufgeben?“

Ja, selbstverständlich. Teilen Sie uns bitte Ihre Wünschen über unser Kontaktformular mit oder rufen Sie uns direkt an unter +49 (0) 211 2370 4922

7. Welche Informationen brauchen Sie für meine Vorbestellung?

Wir benötigen wie auf unserer Website die Angaben, an welchen Größen und Qualitäten Sie interessiert sind. Dazu geben Sie bitte Ihren Namen, Ihre Emailadresse und die Telefonnummer, unter der wir Sie erreichen können, wenn wir wieder lieferbereit sind.

8. Bin ich mit meiner Vorbestellung schon einen Kaufvertrag eingegangen?

Nein, alles bleibt so lange für Sie unverbindlich, bis wir wieder liefern können und mit Ihnen Kontakt aufgenommen haben. Erst dann wird Ihre Bestellung verbindlich und zahlungspflichtig. Bis dahin brauchen Sie keine Vorkasse leisten.

9. Wann rechnen Sie damit, dass Sie mit mir Kontakt aufnehmen und mich dann beliefern können?

Ganz ehrlich: Ich kann es Ihnen jetzt noch nicht sagen. Wir hoffen aber, dass wir in der zweiten Aprilhälfte die weitere Entwicklung absehen können. In jedem Fall werden wir uns dann mit einem Zwischenstand bei Ihnen melden.
Bis dahin müssen wir Sie leider um GEDULD bitten.

Herzliche Grüße und eine stabile Gesundheit wünscht Ihnen

Dr. Ulrich Freiesleben

DIAMONDAS Marktbericht Juni 2020

Sehr geehrte DIAMONDAS Kund*innen,
Sehr geehrte Damen und Herren,

diese Informationen über die aktuelle Lage am Diamantmarkt erreichen Sie hoffentlich bei stabiler Gesundheit an Leib und Seele.

Wie ein Virus unser Leben verändern kann, hat jeder von uns in seinem persönlichen Umfeld eindrücklich erfahren. Die damit verbundenen Beschränkungen haben sich auf alle Bereiche der Wirtschaft und natürlich auch auf die Welt der Diamanten ausgewirkt. Durch die Ausfälle von fast allen internationalen Flugverbindungen ist die gesamte Wertlogistik fast zehn Wochen lang vollständig zum Erliegen gekommen. Neue Diamanten sind nicht mehr nach Europa gelangt und die Diamantbörse in Antwerpen war komplett geschlossen. Vor diesem Hintergrund haben wir die Bestellmöglichkeit über unseren Onlineshop vorübergehend ausgesetzt. Aber wir haben die Zeit des Shutdowns dazu genutzt, über unsere direkten Online-Zugänge zu den Lägern unserer Lieferanten so viele Diamanten in den von uns angebotenen Spitzenqualitäten zu kaufen, wie dies zu vernünftigen Preisen noch möglich war. Ohne zu wissen, wann wir diese überhaupt erhalten und liefern konnten.

Ja, es geht wieder was …

… aber nur wenig und langsam. Immerhin sind doch inzwischen einige Steine von Indien auf dem Umweg über Hongkong bei uns gelandet. Keine der großen Schleifereien, mit denen uns seit vielen Jahren vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen verbinden, hat uns hängen lassen und die teilweise schon im März gekauften Diamanten korrekt ausgeliefert.

Leider konnten wir die große Liste mit Vorbestellungen nur zum Teil erfüllen und mussten in vielen Telefonaten unsere wartenden Kunden vertrösten.
DANKE für Ihre Geduld.
Eine Rückkehr zur Normalität ist aber immer noch nicht abzusehen. Auch wenn sich die logistischen Optionen langsam wieder entspannen, sind die Verfügbarkeiten in den besten Größen, Farben und Reinheiten nahezu bei null. Das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern, weil die großen Diamantproduzenten vorerst nur mit 10% ihrer Schleifer wieder die Arbeit aufgenommen haben. Jetzt wird das erst einmal abgearbeitet, was vor dem Shutdown liegen geblieben ist. Neue Rohdiamanten werden erst wieder beschafft werden müssen, die dann in die stark reduzierten Produktionsprozesse gehen und nach Fertigstellung noch bei GIA zertifiziert werden müssen. Wir rechnen also nicht vor dem Herbst mit nennenswerten Verfügbarkeiten.

Wir dürfen Ihnen versichern, dass wir trotz aller Widrigkeiten keinerlei Kompromisse in unserem Qualitätsanspruch machen. Das wissen auch unsere Lieferanten, die uns großartig unterstützen und uns bevorzugt neue Steine anbieten. Unseren Onlineshop werden wir aber noch so lange in der Warteschleife halten, bis wir zumindest wieder über eine Grundausstattung an Diamanten verfügen können.
Bei aktuellem Interesse geben Sie uns bitte Ihre Wünsche direkt an diese Email-Adresse auf service@diamondas.com
oder rufen uns bitte an: Tel. +49 (0) 211 2370 4922

Sind die Diamantenpreise auch infiziert?

Die Antwort darauf lautet: Ja und Nein. Selten war der Markt für Diamanten so unterschiedlich. Mit dem weltweiten Shutdown und dem Schließen der Juweliergeschäfte auf allen wichtigen Schmuckmärkten ist natürlich auch der Absatz von Diamanten zum Erliegen gekommen. Vor allem in den USA, die inzwischen zusammen für 40% des weltweiten Umsatzes für Diamanten stehen. Diese Umsatzeinbußen sind verständlicherweise nicht mehr aufzuholen. Bei geringeren Nachfragemengen werden die Preise für Diamanten in den üblichen Schmuckqualitäten (mittlere Farben mit Einschlüssen) nachgeben müssen. Darauf beziehen sich auch die Pressemeldungen, die in der letzten Zeit im Umlauf waren.

Ganz anders verhält es sich bei den Diamanten zur Wertanlage. Diese Steine machen mengenmäßig nur einen Anteil von weit weniger als 1% am gesamten Markt aller geschliffenen Diamanten aus. Wie eng dieser Markt der lupenreinen Diamanten bei den Top-Farben in den gesuchten Größen ist, spüren wir aktuell nur zu deutlich. Vor allem in der Farbe D ist bis zu den Zweikarätern hinauf kaum noch ein perfekter Stein zu finden. Dass die hohe Nachfrage zu spürbaren Preissteigerungen führt, liegt also auf der Hand. Hier werden wir in diesem Jahr auch keine Entspannung mehr auf der Angebotsseite erwarten können.

Dass die Nachfrage nach „Investment Diamonds“ weltweit zunehmen wird, wie es bei allen nachhaltigen Sachwerten der Fall ist, liegt auf der Hand. Die gutgemeinten Konjunkturprogramme aller Regierungen und Zentralbanken führen zu einer nie da gewesenen Geldschwemme. Für die Bezifferung dieser Geldmenge reichen Milliarden schon nicht mehr aus, jetzt geht es in die Billionen. Noch nie in den letzten Jahrzehnten ist Geld so wenig wert gewesen wie in diesen Zeiten. Geld kann beliebig vermehrt, sprich gedruckt werden und scheint in unseren westlichen Gesellschaften unbegrenzt verfügbar geworden zu sein. Irgendwo gibt es immer einen Geldtopf oder ein Programm, aus dem man sich bedienen kann. Der deutsche Finanzminister hat die Spendierhosen an und die deutsche Kanzlerin versucht unter Einsatz der über Jahrzehnte erwirtschafteten Finanzsubstanz unseres Landes die große Idee von Europa zu retten.

„Kann das gut gehen?“ ist die Frage, die sich heute die meisten Bürger stellen - und haben Angst vor der Antwort.

In diesem Sinne

Dr. Ulrich Freiesleben

E-Mail vom 7. Mai 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wenn ich ganz optimistisch wäre und ein sehr starkes Fernglas hätte, würde ich jetzt ausrufen: „Land in Sicht!“. Das entspricht ja auch dem Eindruck, dass sich unser Land wieder zum sozialen und wirtschaftlichen Leben hin öffnet.

Leider trifft das für Indien – wo heute 11 von 12 Diamanten geschliffen werden - noch lange nicht zu. Dort wird mindestens noch bis zum 18.Mai der „Shutdown“ mit einer Konsequenz durchgeführt, die wir uns hier kaum vorstellen können. Aber weil das Land in hohem Maße auf den Export angewiesen ist, tut sich schon hier und da ein Schlupfloch auf. Zwar sind noch keine Wertsendungen wegen fehlender Flugverbindungen nach Europa möglich, aber die ganz großen Schleifereien sind schon in der Lage, mit Privatflugzeugen Ausfuhren zu ihren Niederlassungen in Hongkong zu arrangieren. Über diesen Umweg hoffen wir, in naher Zukunft über unsere disponierten Steine verfügen zu können. Auch das World Diamond Center in Antwerpen wird ab Montag wieder schrittweise unter hohen Sicherheitsauflagen an den Start gehen.

Als Columbus auf der anderen Seite des Atlantiks wieder „Land in Sicht“ hatte, stellte sich aber heraus, dass es sich nur um eine Insel handelte. Genauso ist derzeit die Situation in der Welt der Diamanten zu verstehen: Der Markt in den von uns angebotenen Spitzenqualitäten ist aktuell nahezu komplett leergefegt. Kompromisse in der Qualität sind für uns ausgeschlossen. Wenn also die vorhandenen Steine ausgeliefert sind, wird es wieder Monate brauchen, bis neue Diamanten angeboten werden können. Der Grund dafür ist, dass seit März in Indien nicht mehr geschliffen worden ist. Hinzukommt, dass die nationalen Fachverbände dort einen vorerst bis Mitte Juni ausgerufenen Einfuhrstopp für Rohdiamanten empfohlen haben, um die Diamantpreise und damit die heimische Industrie im Schleifzentrum Surat zu schützen. Es werden also erst neue Rohdiamanten beschafft werden müssen, die dann in den verschiedenen Produktions- und Schleifprozessen bearbeitet werden, bevor sie bei GIA zertifiziert werden können.

Wir werden nun kurzfristig mit Ihnen Kontakt aufnehmen, um mit Ihnen unser derzeitiges Angebot zu besprechen. Wenn Sie schon konkrete Bestellwünsche haben, würden wir Sie bitten, uns diese schon vorab mit direkter Rückantwort auf diese Email zu bestätigen. Die aktuellen Preise für lupenreine Diamanten in allen Größen und Farben finden Sie in dieser Übersicht hier: Anlagediamanten kaufen.

Es wird nicht alles und sofort machbar sein, aber – wie gesagt – es ist „Land in Sicht“ und wir geben unser Bestes, das Schiff in einen sicheren Hafen zu steuern.

Wir freuen uns auf den nächsten Kontakt mit Ihnen und verbleiben

Mit gesunden Grüßen

Dr. Ulrich Freiesleben


P.S.: Aus Anlass der teilweise abenteuerlichen Zuschläge für Barren und Münzen auf dem Goldmarkt erlauben wir uns den Hinweis, dass wir unsere Kalkulationen trotz der engen Marktverhältnisse nicht erhöht haben und dies auch in Zukunft nicht tun werden.

E-Mail vom 23. April 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

haben Sie noch einmal auf diesem Wege vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Diamanten zur Wertanlage. Wie sehr uns dieser seltsame Virus in Atem hält, wird uns in allen Lebensbereichen durch permanente Mediendruck vor Augen geführt. So wird es Sie nicht verwundern, dass die Probleme auch die Welt der Diamanten erreicht haben und diese vielfältig durcheinanderwirbeln.

Dabei sind noch nicht einmal die Diamanten selber das Problem, sondern der Shutdown in vielen Ländern und damit in der Folge auch die internationale Wertlogistik.

Wir haben durch das hohe Bestellaufkommen schon vor der Krise großzügig bei den internationalen Spitzenschleifereien disponiert, mit denen uns ein jahrzehntelanges Vertrauensverhältnis verbindet. Diese Schleifereien befinden sich fast ausschließlich alle in Indien, wo heute fast 90% aller Diamanten geschliffen werden. Seit über 3 Wochen ist dort alles in einem Maße heruntergefahren worden, wie wir es uns hier kaum vorstellen können: Es herrscht für 1,3 Mrd. Inder ein strenges Ausgehverbot, in den Unternehmen wird nicht gearbeitet und alle Ämter, damit auch der Zoll sind geschlossen. Hinzu kommt, dass es nach Indien und von Indien kaum noch Flugverkehr gibt, der die Basis für die Wertlogistik bei Diamanten darstellt. Bis Anfang Mai wird sich diese Situation erst einmal nicht verändern.

Natürlich hoffen wir, dass uns dann die bereits disponierten und zum Teil auch schon bezahlten Diamanten wieder auf den normalen Wegen erreichen können. Von der partiellen Öffnung in Indien bis hin zum Versand der Diamanten und ihrer Ankunft in Europa werden dann sicherlich noch einmal ein paar Tage vergehen. Hoffentlich funktioniert dann auch wieder die Wertlogistik zwischen dem größten Diamanthandelsplatz in Antwerpen und Deutschland.

Sobald wieder „Land in Sicht“ ist, werden wir uns wieder bei Ihnen melden und Sie auch zwischendurch mit neuen Informationen versorgen.

Diamanten sind 2 Milliarden Jahre alt und haben schon ganz andere Zeiten mitgemacht. Sie werden auch diese Krise überdauern und alle folgenden wohl auch.

Bleiben Sie bitte bei guter Gesundheit und seien Sie herzlich gegrüßt

Dr. Ulrich Freiesleben