1. Sind Diamanten zur kurzfristigen Spekulation geeignet?

Ein klares NEIN. Diamanten sind nur für einen mittel- bis langfristigen Anlagezeitraum geeignet. Wer durch schnellen An- und Verkauf in kurzer Zeit spekulative Gewinne erzielen möchte, ist bei Diamanten falsch.

2. Sind synthetisch hergestellte Diamanten als Wertanlage geeignet?

Ein deutliches NEIN. Aufgrund großer Fortschritte in der technischen Entwicklung ist es heute möglich, den Entstehungsprozess von Diamanten nachzubilden und sog. „synthetische Diamanten“ kostengünstig herzustellen. Auch wenn es sich hierbei mineralogisch um Diamanten handelt und diese sogar in Schmuckqualitäten verfügbar sind, erfüllen sie nicht die Kriterien, die für eine Vermögenssicherung mit Diamanten notwendig sind. Die fast uneingeschränkte Produzierbarkeit und der damit zu erwartende Preisverfall von synthetischen Steinen steht im Gegensatz zu der Seltenheit natürlicher Diamanten in hohen Qualitäten. Zur Vermögenssicherung ebenfalls ungeeignet sind Diamanten, die ihrem Ursprung nach zwar natürlich sind, aber deren Qualität durch technische Eingriffe künstlich verbessert wurde. In seriösen Zertifikaten werden diese Veränderungen explizit genannt.

3. Sollte man Diamanten am Telefon kaufen?

Von einem Kauf von Diamanten am Telefon ist abzuraten, wenn nicht vorher entsprechende Informationen über die vertreibende Firma eingeholt worden sind. In der Vergangenheit hat es immer wieder Fälle von dubiosen, teilweise kriminellen „Anlageberatern“ gegeben, die mit haltlosen Versprechungen hinsichtlich Renditen, Wertzuwachs, Raritäten, Qualitäten, etc. telefonisch akquiriert haben. Ebenfalls sind am Telefon nicht die Allgemeinen Geschäftsbedingungen einzusehen.

4. Taugen private Zertifikate zur Vermögenssicherung?

Selbst wenn die Bestimmung (Graduierung) der preisrelevanten Merkmale eines Diamanten seriös vorgenommen und auf einem Zertifikat dokumentiert ist, erfüllen Diamanten mit Zertifikaten von privaten Anbietern nicht die Voraussetzungen für eine Eignung zur Vermögenssicherung, da sie im Falle eines Wiederverkaufs ohne Bedeutung sind. Das kann sogar auf seriöse nationale Institute zutreffen, die außerhalb des jeweiligen Landes über keine Marktgeltung verfügen.

5. Was ist von eingeschweißten Diamanten zu halten?

Zum Teil werden Diamanten in Plastik-Chips („Blister“)eingeschweißt, was auf den ersten Blick einen zweckmäßigen Eindruck macht. Es ist wichtig zu wissen, dass mit Öffnen dieser Verpackung die Gewährleistung für den Inhalt erlischt. Aufgrund von negativen Vorkommnissen in der Vergangenheit (Falsifikate, Verwechslung, etc.) werden Diamanten unter Profis fast ausschließlich in offenem Zustand gehandelt, der eine jederzeitige Nachprüfbarkeit ermöglicht. Die Echtheit des Diamanten und seine zugesicherten Eigenschaften sind in eingeschweißtem Zustand nicht nachprüfbar!

6. Was ist bei Überlassung meines Diamanten in dritte Händen zu beachten?

Das Überlassen von losen Diamanten an unbekannte Dritte ohne erkennbare Reputation, z. B. zur Schmuckverarbeitung, Wertschätzung oder nochmaligen Graduierung, empfiehlt sich wegen der Gefahr des Vertauschens nicht. Stellen Sie sicher, dass bei einer Schmuckverarbeitung nach Möglichkeit der Lasercode auf dem Stein mit der Nummer des Zertifikates noch erkennbar ist.